TRANSAMERICANA.DE: Von Alaska nach Feuerland - Reisebericht - Panamericana

chile II

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Mit dem Motorrad haben wir von Juni 2005 bis Juni 2006 Nord- und Südamerika bereist. Von Vancouver aus sind wir über Alaska Richtung Patagonien gefahren - und sind nun in Norddeutschland.

Chile II

Schockgefrostet und wieder angetaut am Ufer der chilenischen Seen.

Zum zweiten Mal waren wir nach Genzuebertritt Chile geschockt - diesmal schockgefrostet. Auf dieser Seite der Berge aenderte sich die Landschaft komplett von Wueste auf sozusagen saftige bayrische Weiden.

27. April 2006 - Lonquimay

Nachdem wir am Tag zuvor auf argentinischer Seite noch in einer natuerlichen Thermalquelle am Strassenrand gesessen und Sonne genossen hatten, waren auf dieser Seite die Herbstferien vorbei.

Tiefhaengende Wolken und kalter Wind draengten uns aus dem Zelt in eine Hospedaje.

Nachdem die Sonne die Luft mittags schliesslich auf 5°C erwaermt hatte, fuhren wir los (zuvor im Internet die Wettervorersage fuer den Sueden gecheckt - soll besser sein; wir wollten schon wieder umdrehen...).

Nach einer Tunneldurchfahrt war die Welt wieder um 10°C waermer und fuer uns in Ordnung. Trotzdem: Zum ersten Mal auf der Reise mussten wir uns fragen, ob wir bei den Temperaturen fahren koennen und - wie weit kommen wir nun in den Sueden?

04. Mai 2006 - Valdivia

Mit der Sonne im Ruecken entschieden wir uns, ueber Schotter in den Nationalpark Conguillio zu fahren. Am Vulkan Llaima wurde die Piste enger, steiler, ausgewashener - und schliessich lagen wir zum ersten Mal waehrend der Tour auf der Seite. Ups.

Bei durchwachsenen Temperaturen cruisten wir durch das Gebiet Los Lagos mit aktiven Vulkanen und klaren, wahrlich kalten Seen.

In Pucon konnten wir uns gemeinsam mit einer Hundeschar noch einmal sonnen. Dann war es vorbei und mit Regen erreichten wir Valdivia nahe der Pazifikkueste.

Hinter der Fischmarkt am Fluss waren wir ueberrascht von den gewichtigen Seeloewen, die sich von den Fischverkaeufern die Reste direkt ins Maul fallen lassen. Das ist mal entspanntes Seeloewenleben.

Hier hatten wir uns mittlerweile schon daran gewoehnt, an jeder Ecke Kuchen (auf Deutsch angepriesen) bekommen zu koennen und Hotels mit dem Namen 'Zum Seeufer' etc. zu sehen.

07. Mai 2006 - Chiloe

Besonders mystisch sollte die Insel Chiloe sein, daher setzten wir mit netter Faehrfahrt weiter im Sueden ueber. Der Wind zog um die bunten Holzhaeuser von Ancud und wir entschlossen uns zu einer Hospedaje mit Fruehstueck in kuscheliger Kueche - Luxus pur.

Wir erkundeten die Insel, campten ueberm Strand und konnten am Festland die Carretera Austral ausmachen.

Dort wollten wir eigentlich entlang fahren, hinunter nach Ushuaia. Aber: schoen schneebedeckte Berge mit leider tiefen Wolken halfen uns bei dem Entschluss, wieder Richtung Norden zu fahren. Wir sind einfah zu spaet dran.

Da wir ja fast immer draussen schlafen (wollen!) ist kalt und nass auf Dauer eine echte Grenze. Auch unsere Fotokamera maht aus wahrscheinlich psychosomatischen Gruenden bei der Witterung keine Fotos, sondern stellt stur ab.

12. Mai 2006 - Aguas Calientes

Vielleicht ist es auf argentinischer Seite trockener und wir kommen dort weiter in den Sueden Patagoniens. So also zurueck und uebers nebelige Puerto Montt zu den suedlichen Seen von Los Lagos am Vulcano Osorno.

Im Daemmern erreichten wir die Thermalquellen Agus Calientes an der argentinischen Grenze. Nach heissem Bad verbrachten wir hier unsere kalteste Nacht in Chile, mit zum Kontrast steifgefrorenem Zelt am naechsten Morgen.

So verliessen wir Chile zum zweiten Mal nach Argentinien, ohne (in vielfacher Hinsicht) mit dem Land richtig warm geworden zu sein.

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