TRANSAMERICANA.DE: Von Alaska nach Feuerland - Reisebericht - Panamericana

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Mit dem Motorrad haben wir von Juni 2005 bis Juni 2006 Nord- und Südamerika bereist. Von Vancouver aus sind wir über Alaska Richtung Patagonien gefahren - und sind nun in Norddeutschland.

Ecuador

Gluecklich in Suedamerika gelandet, Hochland, Tradition, ueppige Waelder ... und Regen.

Mit Schwierigkeiten landeten wir schliesslich nach 24h froh in der Hauptstadt Quito.

07.02.2006 - Flug Panama - Quito

Ab Panama flogen wir ueber Bogota/ Kolumbien Richtung Quito.

Beim Landeanflug fiel am Aeropuerto Quito leider der Strom aus. Nach 20min Kreisen ueber der Stadt teilte uns der Pilot mit, dass wir nach Bogota (gut 1h) umkehren.

Nach weiteren 10min berichtete er, dass das Kerosin wohl nicht reiche und wir in Cali (25min vor Bogota) zwischenlanden muessen. Dort wurde aufgetankt und wir warteten, dass der Elektriker in Quito Erfolg hat. Avinanca entschied schliesslich nach Bogota zu fliegen und wir verbrachten die restlichen Stunden der Nacht in einem Luxushotel - auch schoen.

Da wir den allgemeinen Aufbruch leider verschliefen, rasten wir per Taxi halsbrecherisch durchs naechtliche Bogota zum Flughafen. Wo gar keine Eile noetig war, da der Flughafen der Stadt wegen Nebel geschlossen war und 23 Flugzeuge vor uns auf der Startbahn. Es war kein schoener Tag fuer Frank.

10.02.2006 - Quito

In Quito gluecklich gelandet mussten wir uns erstmal an die Hoehe von 2800m gewoehnen - die Stadt liegt super von Vulkanbergen umgeben.

Auf den ersten Blick ist es eine Mischung aus Hochhaeusern und Kolonialgebaeuden, Buisness-Menschen und Indigenas in traditioneller Kleidung, starkem Kontast von an Geld Reichen und Armen.

Nach Rundgang und Wiedertreffen von den anderen Motorradfahrern aus Panama (Marc/ Jenny, UK; Akido, Japan) versuchten wir am Freitag unser Glueck beim Zoll.

Nach einigen Stunden war klar, dass ein fehlender Buchstabe im Nachnamen auf einem von 1000 Papieren dazu fuehrt, dass wir das Moped erst am Montag (hoffentlich) bekommen. Aber egal - man muss hier einen Agenten beauftragen, der die Angelegenheit regelt. Und wir machen uns ein nettes Wochenende!

14.02.2006 - Otavalo und Quilotoa

Otavalo wurde dann auch nur halb so touristisch wie vorher angenommen.

Schöner Markt mit vielen Farben und nachdem wir alles besichtigt und auch noch eiine kleine Wanderung zum Wasserfall gemacht haben, fuhren wir wieder zurück nach Quito.

Dort trafen wir uns am Abend noch einmal mit Jenni, Mark und Akira. Am Montag erhilten wir am Flughafen nach x Unterschriften und Kontrollen die BMW aus dem Zoll. Endlich konnte es weitergehen.

Bevor wir die Smoghaube Quitos verließen, schauten wir noch kurz am Equator vorbei. Ein Bein auf der Nordhalbkugel, eins auf der Südhalbkugel...klick, fertig ist das Equatorbild.

Richtung Süden konnten wir die Andenberge genießen. Auf einer Tankstelle trafen wir durch Zufall auf Jenni und Mark. Wir dachten eigentlich, sie würden weit vor uns fahren. Zusammen bogen wir in Latacunga ab und fuhren auf schönen Bergstrassen hinauf zum Quilotoa-Kratersee (3950m).

Das Hotel ließ uns frei campen und ... wir wurden alle etwas höhenkrank.

18.02.2006 - Baños

Also wieder runter und nach einer Nacht in einer Klosterunterkunft weiter nach Baños. Dort gibt es Thermalquellen in den wir ausgiebig badeten.

Petra ging auf einen Canyoning-Trip und wir zusammen auf eine Rafting-Tour. Der Ort hat so viele Möglichkeiten, daß man gut längere Zeit bleiben könnte... wenn da nicht das kleine Problem mit dem Benzinleck wäre.

22.02.2006 - nochmal Quito

Seit einiger Zeit roch es um die BMW immer stark nach Sprit und wir waren uns sicher, daß es eher schlimmer geworden ist. Nach ersten Reparaturversuchen mussten wir feststellen, daß es wohl der Druckregler sein muß. Der sitzt genau vor dem Luftfilterkasten und um diesen auszubauen, muß man das halbe Moped zerlegen.

Um ein Ersatzteil zu besorgen, fuhren wir nach Quito zurück, da weder in Peru noch in Bolivien BMW-Dealer zu finden sind.

Vom Regen komplett durchnässt kamen wir bei BMW in Quito an, wo sich herausstellte, daß 1. Motorradmechaniker im Urlaub und 2. kein Ersatzteil vorhanden war. Hm. Zum Glück durften wir in ihrer Werkstatt kostenlos selber schrauben. Nachdem wir alles auseinandergebaut, das Heck geliftet und den Luftfilterkasten ausgebaut hatten, stellte sich heraus, daß der Druckregler gerissen war. Wir konnten in mit 2-Komp-Kleber so gut es ging flicken.

25.02.2006 - Riobamba und Cuenca

Nach 1,5 Tagen konnten wir vom Hof rollen und fuhren wieder Richtung Süden nach Riobamba. Mit Jenni und Mark unternahmen wir im Morgengrauen eine Fahrt auf dem Wagondach eines Zuges durch die Anden hinab über die Felsnase "Nariz del Diabolo", nett.

Wasserbomben und Wassereimer die über uns ausgeleert wurden, kündigten den Karneval an. Das änderte sich auch in Cuenca nicht und auf Grund unserer begrenzten Klamottenvorräte, setzten wir uns mit eigenen Geschossen zur Wehr. So hats auch Spass gemacht.

01. März - La Balsa Grenze

Über Loja und Villcabamba ist die Strassenführung superschön, weiter Richtung Zumba an der peruanischen Grenze auch noch.

Nur leider wurde der Strassenzustand beständig schlechter, die Fahrzeuge seltener und wir erreichten den Grenzort La Balsa auf 1A Matschpisten durch unerwartet tropischen Regenwald.

Für solche Strecken sind die Motorräder einfach zu schwer. Der Grenzübertritt war einfach, die Jungs an der Grenze fragten sich eher, warum wir über diese Route kommen und welche Papiere wohl auszustellen sein. (2 Pers./1 Motorrad 0 $).

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